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Betriebliches Gesundheitsmanagement im digitalen Zeitalter

(10.03.14) Wie kann betriebliches Gesundheitsmanagement in kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) etabliert werden? Lohnt sich das überhaupt für kleine Betriebe? Antworten darauf soll in naher Zukunft ein Simulationsprogramm (SIM4BGM) des paluno-Instituts der Universität Duisburg-Essen in Kooperation mit der Smart Living GmbH aus Dortmund liefern. Für Idee und Konzept wurde das Konsortium heute mit dem Förderpreis des "AOK-Leonardo" ausgezeichnet. Jürgen Graalmann, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, und Ministerialdirektor Professor Dr. Wolf-Dieter Lukas vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) verliehen den Gesundheitspreis für Digitale Prävention im Rahmen der CeBIT in Hannover.

Das Bundesforschungsministerium ist Schirmherr des Förderpreises und stellt für die Umsetzung von „SIM4BGM“ Projektmittel in Höhe von bis zu 200.000 Euro bereit. 2014 lag das Hauptaugenmerk in dieser Kategorie auf KMU.

 "Während viele Großunternehmen die Gesundheit ihrer Mitarbeiter aktiv unterstützen, fehlen in kleineren Unternehmen hierfür häufig noch die personellen und zeitlichen Ressourcen. Deswegen ist es sinnvoll, die Betriebe gezielt zu unterstützen und ihnen entsprechende Werkzeuge an die Hand zu geben. Online-Tools bieten hier eine gute Hilfestellung", sagt Jürgen Graalmann.  

In der zweiten Preiskategorie, dem Praxispreis, hat sich die „Wissensbilanz-Nord“ aus Bremen durchgesetzt. Sie hat eine App-gestützte Unternehmensanalyse entwickelt, mit deren Hilfe sich Betriebliches Gesundheitsmanagement schnell und unkompliziert darstellen lässt.

Mit der Anwendung "BGM-Wissensbilanz" bewerten die Beschäftigten des Unternehmens den Ist-Zustand des Betriebs in Bezug auf gesundheitsgerechtes Arbeiten. Das Tool verknüpft klassisch moderierte Workshops mit digitaler Technik zur Analyse und Visualisierung der Ergebnisse. Die Beschäftigten bekommen zudem praxisnahe Infos rund um Gesundheitsförderung.

Der Praxispreis ist mit 25.000 Euro dotiert. Schirmherr ist das Bundesgesundheitsministerium (BMG).

Der Nutzen digitaler Technik für unsere Gesellschaft steht auch im Zentrum des Wissenschaftsjahres 2014, einer Initiative des BMBF. "Im Wissenschaftsjahr geht es um zwei ganz zentrale Fragen: Wie verändert die Nutzung von digitaler Technik unsere Gesellschaft – und zwar im Guten wie im Schlechten? Und wie wollen wir mit diesen Veränderungen umgehen?

Wir möchten, dass die Wissenschaftler miteinander und mit den Bürgern über diese Fragen reden. Der AOK-Leonardo ist dabei ein wichtiges Partnerprojekt", freut sich Wolf-Dieter Lukas über die Zusammenarbeit.

Der AOK-Bundesverband vergibt den Preis AOK-Leonardo zum dritten Mal. In diesem Jahr stand er unter dem Motto "Gesünder arbeiten mit App und Web."

(Pressemitteilung des AOK-Bundesverbandes vom 10.03.14)

Preisverleihung

Statements

Jürgen Graalmann

Prof. Antje Ducki

Prof. Dr. Wolf-Dieter Lukas